Bei Roche zahlen nun auch die 20-Jährigen in die Pensionskasse ein

Aus dem Tages-Anzeiger von gestern:

Früher sparen für die 2. Säule, das schlägt auch der Bundesrat vor. Andere Kassen senken still und leise den von Linken und Gewerkschaften tabuisierten Umwandlungssatz für die Rentenberechnung.

Von Rita Flubacher

Die berufliche Vorsorge in der Schweiz ist im permanenten Krisenmodus. Die Menschen leben länger, und an den Finanzmärkten sind weniger Erträge aus Geldanlagen zu holen. Die heutigen Rentner beziehen ein Altersgeld, das bis zu einem Drittel höher ist, als sie selber angespart haben. Die Differenz berappen jene, die im aktiven Berufsleben stehen. Und wenn diese dann dereinst in Rente gehen werden, ist das Loch, das andere Jüngere stopfen müssen, wahrscheinlich noch viel grösser. Höchste Zeit also zu handeln.

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Haarsträubende Aussichten?

Unter dem Titel “Demografie drückt auf Performance” nahm sich Finanz und Wirtschaft der aktuellen Wirtschaftslage an und erstellte düstere Zukunftsprognosen.”Die Entwicklungen seien «gelinde gesagt haarsträubend. Wir werden länger arbeiten und kleinere Brötchen backen».” Ein Beitrag zur Meinungsbildung, ergänzt um den Hinweis, dass man eigentlich keiner Prognose glauben soll.

Harald Preissler, CIO von Bantleon Bank, rät Anlegern, das Portefeuille erst vor dem konjunkturellen Wendepunkt umzuschichten

Manfred Kröller

Die Eurokrise ist nicht das Hauptproblem, es kommt noch dicker. Diese Aussage überrascht, sie stammt von Harald Preissler, Chefökonom des in Zug und Hannover ansässigen und auf Anleihen spezialisierten Vermögensverwalters Bantleon Bank. Er hat «Finanz und Wirtschaft» seinen langfristigen Kapitalmarktausblick präsentiert. Die Entwicklungen seien «gelinde gesagt haarsträubend. Wir werden länger arbeiten und kleinere Brötchen backen».

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Erfreuliche Verbesserung der Finanzierungssituation bei Pensionskassen im vierten Quartal

Mal wieder positive Nachrichten aus der Welt der Pensionskassen:

Swisscanto Pensionskassen-Monitor per 31. Dezember 2011

Erfreuliche Verbesserung der Finanzierungssituation bei Pensionskassen im vierten Quartal

Zürich, 18. Januar 2012 – Der Swisscanto Pensionskassen-Monitor zeigt für das vierte Quartal 2011 aufgrund der positiven Entwicklung der Aktienmärkte eine erfreuliche Verbesserung der Finanzierungssituation der schweizerischen Vorsorgeeinrichtun- gen. Mit einem geschätzten Deckungsgrad von 103,1% haben sich die Reserven der privatrechtlichen Pensionskassen per 31. Dezember 2011 gegenüber dem Vorquartal um 2,8 Prozentpunkte erhöht. Die öffentlich-rechtlichen Kassen weisen im vierten Quartal nach einer Zunahme von 2,4 Prozentpunkten mit 88,1% weiterhin eine Unter- deckung auf. Insgesamt entwickelte sich die durchschnittliche, vermögensgewichtete Deckung aller erfassten Vorsorgeeinrichtungen im vierten Quartal von 94,4% auf 97,0%. Trotz dieser positiven Entwicklung im vierten Quartal hat sich die Finanzie- rungssituation der Schweizer Pensionskassen seit Beginn 2011 leicht verschlechtert.

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“Die zweite Säule steht auf der Kippe”

Ein Beitrag aus der gestrigen NZZ, der zum Nachdenken anregt.

Die zweite Säule steht auf der Kippe

Neue Zürcher Zeitung; 17.01.2012; Ausgaben-Nr. 13; Seite 33

Viele offene Rechnungen werden in der beruflichen Vorsorge auf den Steuerzahler zurückfallen. Von André Jaeggi

Die zweite Säule steht zurzeit im Gegenwind von Rendite, Demografie und Politik. Kassen im Leistungsprimat und viele öffentlichrechtliche Vorsorgeeinrichtungen sind auf die Dauer ohne weitere Massnahmen nicht zu stabilisieren.

Den Pensionskassen weht an den Finanzmärkten ein eiskalter Wind entgegen. Arbeitgeber und Arbeitnehmer zahlen brav Jahr für Jahr ihre Beiträge, doch der dritte Beitragszahler streikt oder arbeitet bestenfalls nach Vorschrift. Ansprechende und angemessene Renditen zu erzielen, fällt immer schwerer. Mit Obligationen ist kaum mehr etwas zu verdienen, Aktien dümpeln vor sich hin, nicht erst jetzt, sondern seit einigen Jahren. Das gilt erst recht für Pensionsfonds in der Schweiz, denen der starke Franken seit Jahren einen zusätzlichen Strich durch die Rechnung macht. Mit einer Diversifikation ins Ausland war nichts bis wenig zu holen; die Senkung des Mindestzinssatzes auf 1,5% spiegelt die trübe Lage.

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Es ist noch nicht zu spät: Ordnung schaffen, Budget aufstellen

Aus dem Beobachter vom 25.11.2011:

Zu den Ausgaben im Alter gehören in erster Linie die voraussichtlichen Wohnkosten, sei dies in Form von Miete oder Hypothekarzinsen und Nebenkosten. Hinzu kommen Verpflegung, Bekleidung, Kommunikation, Versicherungen, Mobilität und Freizeit. Die Budgetplanung ist erst dann vollständig, wenn man an Ehepartner, Familie, Kinder und Verwandte denkt. Denn heute sind zum Zeitpunkt der Pensionierung häufig Kinder oder andere Verwandte da, die Unterstützung nötig haben.

Um richtig zu planen, müssen Sie wichtige Unterlagen sammeln und laufend ordnen:

≫ Steuererklärung mit allen Beilagen

≫ aktuelle Auszüge zu Vermögen und Bankkonten

≫ Ausweis und Reglement der Pensionskasse

≫ Belege von Freizügigkeitskonten und Policen

≫ Belege zur Säule 3a (Bank oder Versicherung)

≫ Policen von Lebensversicherungen

≫ Unterlagen zu privatem Wohneigentum oder Liegenschaften

≫ AHV-Ausweis

≫ Lohnausweise

Hilfsmittel und Orientierungshilfen mit Musterbudgets finden Sie unter: www.budgetberatung.ch

Wie sind die Pensionskassen in der Schweiz organisiert?

Die ASGA Pensionskasse veröffentlichte in ihrer letzten Mitgliederzeitschrift «Kontakt» eine schöne und leicht verständliche Zusammenfassung darüber, wie die Pensionskassen in der Schweiz organisiert sind. Mit freundlicher Genehmigung durch die ASGA (vielen Dank!) dürfen wir diesen Artikel hier veröffentlichen:

Wie sind die Pensionskassen in der Schweiz organisiert?

Der überwiegende Teil der Pensionskassen sind nicht gewinnorientierte Organisationen. Sie sind als Stiftungen und Genossenschaften organisiert. Alles, was erwirtschaftet wird, kommt den Versicherten zugute. Die Führungsgremien bestehen zu gleichen Teilen aus Vertreterinnen und Vertretern der Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Zusätzlich gibt es öffentlich-rechtliche Pensionskassen von Bund, Kantonen und Gemeinden

Genossenschaft

Die Genossenschaft ist dazu geeignet, eine grosse Anzahl Gesellschafter aufzunehmen und verfolgt wirtschaftliche Ziele wie die Aktiengesellschaft, doch unterscheidet sie sich konzeptionell in einem wichtigen Punkt von der AG: Bei der Genossenschaft ist bezüglich Mitgliedschaft nicht die Kapitaleinlage der Gesellschafter, sondern deren persönliche Mitwirkung wesentlich. Die Genossenschaft bezweckt nicht wie die AG, ihre Gesellschafter indirekt wirtschaftlich an ihrer Geschäftstätigkeit teilnehmen zu lassen, indem sie ihnen eine Dividende auszahlt; die Genossenschafter sollen vielmehr direkt aus der Geschäftstätigkeit der Genossenschaft Vorteile erlangen. Der Gedanke der Förderung und der wirtschaftlichen Selbsthilfe steht im Vordergrund. Positiv sind auch die Unternehmenswerte der Genossenschaft wie direkte Demokratie und klar definiertes Mitbestimmungsrecht, sowie die Transparenz auf jeder Hierarchiestufe, die etwa Lohnexzesse vermeidet.

Stiftung

Die Stiftung ist eine juristische Person, die über den Stiftungsrat handelt. Mit Stiftungen wird mit Hilfe eines Vermögens ein fest bestimmter Zweck verfolgt, welcher in der Stiftungsurkunde festgesetzt ist. Dabei wird in der Regel das Vermögen auf Dauer erhalten, und die Destinatäre können nur in den Genuss der Erträge kommen. Verantwortlich für die Einhaltung des Stiftungszwecks ist je nach Art und Zweck der Stiftung das Gemeinwesen (Bund, Kantone, Gemeinden). Mit Ausnahme der Familienstiftung und der kirchlichen Stiftung sind die Stiftungen der behördlichen Aufsicht unterstellt.

Einrichtungen öffentlichen Rechts

Einrichtungen des öffentlichen Rechts sind ausschliesslich den Gemeinwesen und Institutionen des öffentlichen Rechtes vorbehalten. Sie verfolgen nicht ausschliesslich Gewinn- und Wachstumsziele, sondern auch übergeordnete, öffentliche Interessen. Die öffentliche Hand übt einen massgebenden Einfluss auf die Geschäftspolitik aus.

ASGA Pensionskasse Genossenschaft: Mitbestimmung und Gewinn zu Gunsten der Mitglieder

Die ASGA Pensionskasse Genossenschaft wurde 1962 als Selbsthilfeorganisation gegründet, um die Altersvorsorge des Gewerbes zu gewährleisten. Die mittlerweile grösste unabhängige Gemeinschafts-Vorsorgeeinrichtung der Schweiz ist genossenschaftlich organisiert und verfolgt Gewinnabsichten ausschliesslich zu Gunsten ihrer Mitglieder. Sämtliche erwirtschafteten Erträge werden zur Verbesserung der Vorsorgeleistungen der Versicherten verwendet.

Das oberste Organ der ASGA Pensionskasse Genossenschaft ist die Delegiertenversammlung, welche sich aus je 50 Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertretern der angeschlossenen Unternehmen zusammensetzt. An der Delegiertenversammlung 2012 werden die Delegierten für die nächste Amtsperiode von 4 Jahren gewählt. Alle Genossenschafts-Mitgliedfirmen haben die Möglichkeit, Vertreter als Delegierte vorzuschlagen und damit demokratisch mitzubestimmen.

Ausbildung für die obersten Führungsorgane von Pensionskassen

Um die Führungsaufgaben in den Vorsorgeeinrichtungen eigenverantwortlich wahrnehmen zu können, müssen sich Führungsorgane ausbilden und auch regelmässig weiterbilden (vgl. Art. 56 Abs. 6 BVG). Der ASIP organisiert für Führungsorgane ein Tagesseminar zur Aktualisierung des notwendigen Fachund Führungswissens (vgl. www.asip.ch). Wir bieten Ihnen einen praxisnahen und fundierten Überblick über aktuelle Fragestellungen.

Donnerstag, 15. März 2012 ab 08.15 Begrüssungskaffee – 16.30 Uhr

Hotel Marriott, Neumühlequai 42, Zürich

Mitglieder CHF 700.-/ Nicht-Mitglieder CHF 800.–

  1.  Persönliches Risikoprofil verbessern (Führungsfähigkeit stärken)
  2.  Controllingprozess fördern
  3.  Sozialpartnerschaftliche Führungsverantwortung sichern
  4.  Umsetzung Strukturreform kennen

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Vorsorge stabil, aber Umwandlungssatz zu hoch

Dass die berufliche Vorsorge in der Schweiz nach Meinung der neuen Oberaufsichtskommission stabil ist, ging seit gestern zur Genüge durch die Medien. Unter dem Titel «Der Umwandlungssatz ist zu hoch»  hat das St. Galler Tagblatt das Thema heute noch vertieft, durch ein Interview mit dem Präsidenten der Kommission:

Eine neue Kommission hat seit Anfang Jahr die Oberaufsicht über die Pensionskassen inne. «Wir wollen zuerst einmal erfahren, wo in der Praxis der Schuh drückt», sagt ihr Präsident, der ehemalige Gewerbeverbandsdirektor Pierre Triponez.

Tagblatt

Herr Triponez, als Sie im letzten Sommer zum obersten Pensionskassenaufseher ernannt wurden, gab es nicht nur von Linken Kritik. Es hiess, Sie seien zu stark auf der Seite der Arbeitgeber.

Pierre Triponez: Jeder Mensch hat seine Vergangenheit. Ich war gut 20 Jahre lang Direktor des Gewerbeverbandes, das ist kein Geheimnis. Hätte ein Gewerkschafter das Amt übernommen, hätten die Bürgerlichen protestiert. Tatsache ist, dass ich seit drei Jahren nicht mehr im Verband bin. Auch das Nationalratsmandat habe ich abgegeben.

Ihren Entscheid, bei den Wahlen 2011 nicht mehr anzutreten, begründeten Sie damit, kürzertreten zu wollen. Was reizt Sie an Ihrer neuen Aufgabe so stark, dass Sie dies nun doch nicht tun?

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Interview mit ASIP-Direktor Hanspeter Konrad

Moneycab veröffentlichte gestern das folgende Interview mit ASIP-Direktor Hanspeter Konrad. Darin spricht er die Notwendigkeit an, die Weichen für die Zukunft der zweiten Säule richtig zu stellen. Man könne zum Beispiel nicht immer mehr regulieren und gleichzeitig die Kosten senken wollen. Ausserdem müsse der Mindestzins entpolitisiert und der Umwandlungssatz gesenkt werden. Beim Kosten-Nutzen-Vergleich zwischen verschiedenen Anbietern dürfe man nicht Äpfel mit Birnen vergleichen.

Von Alexander Saheb

Moneycab: Herr Konrad, welche grossen Ziele hat der ASIP im Jahre 2012?

Hanspeter Konrad: Es geht darum, im Rahmen der Diskussion um den Bericht über die Zukunft der 2. Säule die Weichen richtig zu stellen. Im Vordergrund steht die Entwicklung der das BVG prägenden Eckwerte wie etwa den  Umwandlungssatz. Angesichts der wirtschaftlichen Unsicherheiten und dem zunehmenden Druck auf die Verwaltungskosten ist der Einsatz gegen einen weiteren Regulierungsschub zentral. Der ASIP setzt sich dafür ein, dass ein Verwaltungskosten-Franken sinnvoll verwendet wird. Für den ASIP steht schliesslich eine effiziente, praxisgerechte und im Interesse der Versicherten liegende sozialpartnerschaftliche Umsetzung der Strukturreform im Vordergrund.

Den vom Bundesrat auf 1,5% festgelegten Mindestzins begrüsst der ASIP. Warum sollte die Definition dieses Satzes entpolitisiert werden?

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ASIP startet interne Vernehmlassung zum Bericht über die Zukunft der zweiten Säule

Der ASIP hat heute seine Mitglieder eingeladen, ihm bis zum 22. Februar ihre Stellungnahmen zum Bericht über die Zukunft der zweiten Säule zuzustellen:  ”Der Bundesrat hat am 4. Januar 2012 die Anhörung zum Bericht Zukunft 2. Säule eröffnet (vgl. Pressemitteilung im Anhang und weitere Unterlagen). Im Hinblick auf die definitive ASIP-Stellungnahme möchten wir Sie in den Meinungsbildungsprozess einbeziehen. Gerne ermuntern wir Sie, uns Ihre Meinung zum Bericht mitzuteilen. Dazu dient Ihnen der Fragebogen im Anhang. Sie können uns selbstverständlich auch weitere Bemerkungen/Hinweise zum Bericht zustellen. Da die offizielle Anhörungsfrist sehr kurz ist, bitten wir Sie, uns Ihre Stellungnahme bis spätestens Mittwoch, 22. Februar 2012, einzureichen. Wir danken Ihnen schon heute für Ihre Unterstützung.”