Posts tagged ‘Freizügigkeitskonto’

Zügeln Sie Ihr Geld nach Schwyz

Kann man beim Vorbezug von Pensionskassengeldern noch Steuern sparen? Das geht, sagt die Berner Zeitung – indem man auswandert und sein Pensionskassenvermögen in einem steuergünstigen Kanton anlegt. Aber Vorsicht ! – auch hier sind Fallstricke zu beachten.

 

Berner Zeitung; 10.06.2014 Seite 18st BZ Ausgabe Stadt + Region Bern geld


2. Säule · Wie kann man Steuern sparen? Zum Beispiel indem man im Ausland Wohnsitz nimmt, aber vorher das Pensionskassenvermögen in den Kanton Schwyz überweist. Ein Vorgehen, das sehr lukrativ sein kann.


Es gibt drei Möglichkeiten, das Kapital der Pensionskasse vorzeitig zu beziehen:

* Man macht sich selbstständig;
* man kauft sich ein Eigenheim;
* man wandert aus.
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Muss ich mein Guthaben in die neue PK einzahlen?

Die Sommerferien sind an vielen Orten vorbei. Manche wechseln jetzt vielleicht sogar den Arbeitgeber. Was ist in diesem Fall zu tun mit dem Pensionskassenguthaben? Mit dem Wechsel des Arbeitgebers verändert sich auch die berufliche Vorsorge. Ratgebertext aus der Neue Luzerner Zeitung.

Neue Luzerner Zeitung; 30.05.2014; Seite 30zzhp; Neue Zuger Zeitung Wetter; Ratgeber

Freizügigkeit · Ich habe meinen Arbeitgeber gewechselt und das Pensionskassenguthaben auf ein Freizügigkeitskonto überweisen lassen. Nun habe ich festgestellt, dass sich die Pensionskasse des neuen Arbeitgebers in einer Unterdeckung befindet. Muss ich mein früheres Pensionskassenguthaben in die neue Pensionskasse einbringen, oder kann ich es auf dem Freizügigkeitskonto stehen lassen?   P. O. in A.

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Das Einmaleins des Pensionskassen-Ausweises

Lesenswerter Beitrag aus der Wirtschaftszeitung Cash, in dem alle wichtigen Begriffe zum Thema Pensionskassenvermögen gut erklärt sind

 

Ein genauer Blick auf den Pensionskassen-Ausweis kann sich lohnen.

28.05.2014 01:00  –  Von Daniel Dubach

Im Auszug der Pensionskasse sind relevante Informationen zur Vorsorge in der 2. Säule enthalten. cash erklärt wichtige Begriffe rund ums Pensionskassenvermögen und gibt Tipps, wie die Zahlen richtig interpretiert werden.

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In der beruflichen Vorsorge drohen mehr «Rentnerkassen»

Ein Beitrag aus der Neue Zürcher Zeitung über die Problematik erheblicher Umverteilung in der beruflichen Vorsorge. Rentner erhalten einen höheren Anlageertrag als die Aktiven.

 

Neue Zürcher Zeitung; 13.03.2014; Ausgaben-Nr. 60 Seite 25; Wirtschaft (wi); Michael Ferber (feb)


Starke Umverteilung in der zweiten Säule

feb. · Im Zeitraum 2003 bis 2012 haben Rentner in der beruflichen Vorsorge einen um durchschnittlich 2,45 Prozentpunkte pro Jahr höheren Anlageertrag erhalten als die Aktiven. Während Letzteren im Durchschnitt ein Zins von 2,4% pro Jahr gutgeschrieben worden sei, hätten die Rentner 4,85% pro Jahr bekommen, teilte Pascal Renaud von der Beratungsgesellschaft Aon Hewitt an den diesjährigen Informationstagen zur beruflichen Vorsorge der BVG- und Stiftungsaufsicht des Kantons Zürich (BVS) mit. Absolut seien den Rentnern über diese zehn Jahre hinweg 165 Mio. Fr. mehr Zins zugeschrieben worden, dies entspreche beinahe 6% der versicherten Löhne. Die Zahlen zeigen die Problematik der Umverteilung in der zweiten Säule.


Gekürzte Freizügigkeitsgelder

Stephan Wyss, Präsident der Schweizerischen Kammer der Pensionskassenexperten, wies in diesem Zusammenhang auf das Prinzip der «Renditesolidarität» in der beruflichen Vorsorge hin. So könnten Pensionskassen mit ausschliesslich Geldern von Aktiven deutlich risikofreudiger anlegen als «Rentnerkassen», also Vorsorgeeinrichtungen mit einem hohen Anteil an Rentnern. Da sich solche überalterte Kassen kaum sanieren lassen, sind sie zu einer sehr vorsichtigen Vermögensanlage gezwungen.
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Das grosse Suchen beginnt

Vergessene Altersguthaben in Milliardenhöhe liegen momentan in einer Auffangeinrichtung (siehe auch den Blog-Post vom 10. Januar 2014).
Nun beginnt bei vielen laut eines Berichts von SRF Schweizer Radio und Fernsehen das grosse Suchen, ob sie auch Pensionskassen-Gelder versehentlich auf einem vergessenen Konto liegen liessen.

Die Schweizer Bevölkerung ist aufgerüttelt: Tausende suchen nach eventuell vergessenen Altersguthaben.
Kürzlich hat «10vor10» darüber berichtet, dass Milliarden von Franken in der zweiten Säule liegen – vergessen von den Kontobesitzern. Nun machen sich Tausende auf die Suche nach ihren eventuell vergessenen Pensionskassen-Geldern. «Normalerweise haben wir etwa 20 Anfragen pro Woche zu vergessenen Konten», sagt Max Meili, Direktor der Stiftung Auffangeinrichtung der beruflichen Vorsorge (BVG) gegenüber SRF News Online. «Momentan sind es rund 1000.» Aber nicht alle Suchenden haben auch tatsächlich vergessenes Vermögen. Viele würden nun zur Sicherheit einfach mal nachfragen, sagt Meili.In der Auffangeinrichtung der Pensionskassen liegen vergessene Altersguthaben von über sechs Milliarden Franken. Der Grund: Arbeitnehmer sind selber dafür verantwortlich, bei einem Stellenwechsel ihr angespartes Guthaben aus der Pensionskasse des alten Arbeitgebers herauszulösen und in diejenige des neuen Arbeitgebers einzubezahlen. Das vergessen viele Arbeitnehmer. srf/heis; rism

Muss ich die ganze Freizügigkeitsleistung einzahlen?

Aus der Neuen Luzerner Zeitung vom 01.02.2013:

Freizügigkeitsguthaben · Ich (w., 44) wechsle meine Stelle. Da ich einige Monate Pause machte, wurde mein angespartes Pensionskassenkapital von 650 000 Franken auf ein Freizügigkeitskonto überwiesen. In der neuen PK muss ich, um das Maximum der Leistungen zu erhalten, aber nur 520 000 Franken einzahlen. Was geschieht mit den 130 000 Franken, die ich nicht brauche? Müssen sie auch in die neue PK ein­gebracht werden? Könnte ich das Geld für andere Zwecke verwenden?S. H. in H.

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Drum prüfe, wer sich an eine Pensionskasse bindet

Quelle: Schweizer Pensions- und Investmentnachrichten

Das war definitiv schlechtes Timing: Der Versicherte brachte seine Freizügigkeitsleistung in die Pensionskasse seines neuen Arbeitgebers ein. Doch bereits fünf Monate später musste er wieder austreten, weil das Unternehmen restrukturiert wurde und es zur Teilliquidation der Vorsorgeeinrichtung kam. 

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Freizügigkeitsguthaben muss in neue PK übertragen werden

Aus der SonntagsZeitung vom 14.10.2012:

Weigerung, das Vorsorgekapital zu transferieren, hat Kosten, Busse, im Extremfall Gefängnis zur Folge

Mein Pensionskassenkapital ist auf einem Freizügigkeitskonto parkiert. Nun arbeite ich wieder und bin gemäss Gesetz verpflichtet, mein Geld in die neue Pensionskasse einzubringen. Ich habe aber wenig Vertrauen in die Zukunft der Pensionskassen und würde das Geld lieber auf der Bank lassen. Mit welcher Busse oder Strafe muss ich rechnen, wenn ich den Übertrag verweigere? B. T.

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Berufliche Vorsorge: Zwei Schutzmassnahmen in der Vernehmlassung

Aus dem Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV):

http://www.admin.ch/aktuell/00089/index.html?lang=de&print_style=yes&msg-id=46382

Bern, 24.10.2012 – Wenn Versicherte die Strategie zur Anlage ihres Vorsorgeguthabens selbst wählen, so soll ihre Pensionskasse nicht mehr verpflichtet sein, ihnen beim Austritt den garantierten Mindestbetrag gemäss Freizügigkeitsgesetz mitzugeben. Zudem sollen die Inkassobehörden rechtzeitig auf Vorsorgekapital von Alimentenschuldnern zurückgreifen können, wenn diese sich Pensionskassenguthaben ausbezahlen lassen. Diese beiden Gesetzesänderungen im Bereich der beruflichen Vorsorge hat der Bundesrat bis zum 11. Februar 2013 in die Vernehmlassung geschickt.

Anpassung der Freizügigkeitsleistungen bei wählbaren Anlagestrategien

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«Nötige Verjüngungskur für die zweite Säule»

Ein Diskussionsbeitrag aus der heutigen Neuen Zürcher Zeitung. Was denken Sie über diesen Vorschlag?

Michael Ferber (feb)

Avenir Suisse fordert umfassende Reformen für das Schweizer Pensionskassensystem. Alterung und Individualisierung der Gesellschaft, die wachsende Komplexität sowie niedrige Kapitalmarktrenditen setzten die berufliche Vorsorge unter Druck, betonten Vertreter des Schweizer Think-Tanks am Donnerstag an einem Anlass. In dem neuen Buch «Verjüngungskur für die Altersvorsorge» präsentieren die Autoren Jérôme Cosandey und Alois Bischofberger mehrere Vorschläge, um den gesellschaftlichen Veränderungen seit der Einführung des Obligatoriums in der beruflichen Vorsorge im Jahr 1985 gerecht zu werden.

Absurde Einheitsschuhgrösse

In der Schweiz hätten Männer eine durchschnittliche Schuhgrösse von 43, Frauen eine solche von 38, sagten die Autoren bei der Vorstellung des Buchs. Richtete man die Gesamtproduktion auf diese beiden Grössen aus, so liessen sich die Produktionskosten zwar massiv senken, aber 80% der Bevölkerung könnten mit diesen Schuhen nicht laufen. «Schuhgrösse 43 für alle» sei aber das Grundprinzip der zweiten Säule, kritisierten sie. Für die Zukunft sei es nötig, dass die Versicherten ihre Anlagestrategie im Überobligatorium selbst bestimmen und mittelfristig auch die Vorsorgeeinrichtung frei wählen könnten. Zudem sollte die Vorsorge in Zukunft stärker an den Mitarbeiter anstatt nur an den Arbeitsplatz gekoppelt werden. Arbeitnehmer wechselten häufiger die Stelle und hätten viel öfter als früher mehrere Arbeitgeber gleichzeitig. Auch sei die Finanzierung der zweiten Säule nicht nachhaltig. Derzeit kommt es dort gemäss dem Think-Tank zu jährlichen Umverteilungen von 600 Mio. bis 1,5 Mrd. Fr. Um dies zu ändern, müsse in einem ersten Schritt der Mindestumwandlungssatz im BVG-Obligatorium dringend gesenkt werden. Noch besser wäre es, wenn solche technischen Parameter entpolitisiert würden. Um den neuen Verhältnissen gerecht zu werden, sei auch eine Vereinfachung des Systems dringend notwendig.

Ein Röstigraben auch hier

Dessen Komplexität legten sie am Beispiel der kantonalen Pensionskassen dar. Hier gebe es einen «Röstigraben». So kommen die kantonalen Pensionskassen in der Ostschweiz gemäss ihrer Auswertung auf deutlich höhere Werte bei den Deckungsgraden als diejenigen in der Westschweiz (vgl. Tabelle). Während die kantonale Kasse in Appenzell Innerrhoden (AI) per Ende des vergangenen Jahres einen Deckungsgrad von 107% auswies, lag derjenige der Genfer Kasse nur bei 53%. Hinzu kommt, dass Letztere mit einem hohen technischen Zinssatz von 4,5% rechnete, während die AI-Pensionskasse einen realistischeren Satz von 2,75% anwandte.

Für die Bestimmung des Deckungsgrads einer Vorsorgeeinrichtung ist es zentral, mit welchem technischen Zinssatz sie kalkuliert. Dieser Satz gibt an, mit welchen Erträgen sie zukünftig rechnet. Würde die kantonale Kasse in Genf wie die von AI einen Zins von 2,75% statt 4,5% anwenden, wäre der Deckungsgrad noch einmal um 17 Prozentpunkte tiefer – er läge also bei gerade einmal 36%.