Posts tagged ‘Pensionskassen’

Zügeln Sie Ihr Geld nach Schwyz

Kann man beim Vorbezug von Pensionskassengeldern noch Steuern sparen? Das geht, sagt die Berner Zeitung – indem man auswandert und sein Pensionskassenvermögen in einem steuergünstigen Kanton anlegt. Aber Vorsicht ! – auch hier sind Fallstricke zu beachten.

 

Berner Zeitung; 10.06.2014 Seite 18st BZ Ausgabe Stadt + Region Bern geld


2. Säule · Wie kann man Steuern sparen? Zum Beispiel indem man im Ausland Wohnsitz nimmt, aber vorher das Pensionskassenvermögen in den Kanton Schwyz überweist. Ein Vorgehen, das sehr lukrativ sein kann.


Es gibt drei Möglichkeiten, das Kapital der Pensionskasse vorzeitig zu beziehen:

* Man macht sich selbstständig;
* man kauft sich ein Eigenheim;
* man wandert aus.
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«Der Kapitalbezug ist nur ein Randproblem»

In den letzten Monaten wurden Forderungen seitens verschiedener Kantone laut, den Kapitalbezug einzuschränken. Als Begründung wurden die steigenden Ergänzungsleistungen genannt und eine einzelne Statistik aus einem einzelnen Kanton, wonach ein hoher Anteil der EL-Bezüger zuvor Kapital aus ihrer Pensionskasse bezogen hatten. Der ASIP verwies immer wieder auf die Tatsache, dass hier falsch gerechnet wurde. Nicht der Anteil Kapitalbezüger am EL-Bezug, sondern genau umgekehrt der Anteil EL-Bezüger am Kapitalbezug sei relevant. [Siehe hier: «Warum der Bundesrat beim Kapitalbezug & Ergänzungsleistungen falsch rechnet».] Sonst würde bei einem Verbot unter Umständen eine sehr grosse Mehrheit für das Fehlverhalten einer ganz kleine Minderheit bestraft. Diese Aussage scheint sich nun zu bewahrheiten, wie letzte Woche in verschiedenen Medien zu lesen war.

Anbei ein exemplarischer Artikel aus der Berner Zeitung: «Der Kapitalbezug ist nur ein Randproblem».

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40 plus – das gilt es bei der Vorsorge zu beachten

Welche Fragen beziehungsweise Vorteile und Risiken sich bei Erwerb von Wohneigentum aus Vorsorgegeldervorbezug von der zweiten oder dritten Säule ergeben. Ein Ratgebertext aus der Limmattaler Zeitung:

 

Limmattaler Zeitung / MLZ; 05.06.2014 Seite 21lizgla Bezirks-Anzeiger Diverse walter meile

 

Ein eigenes Haus ist für viele noch immer ein grosser Traum. Manche erfüllen sich diesen Traum, indem sie sich das Geld aus ihrer Pensionskasse auszahlen lassen. Doch das kann unter Umständen später zum Bumerang werden.

Viele Menschen zwischen 40 und 50 denken nicht gross über die Pensionierung nach, sie scheint in weiter Ferne. Es ist statistisch belegt, dass Menschen in diesem Lebensabschnitt wenig Vermögen bilden. Das mag daran liegen, dass in dieser Zeit folgenreiche Entscheide gefällt werden oder bereits gefallen sind: Viele haben in dieser Zeit kleine Kinder und tragen sich mit dem Gedanken, ein Eigenheim zu kaufen.

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BVG-Mindestzinssatz 2015: Adäquat wären 1,5 Prozent

Bereits im Frühjahr dieses Jahres haben wir gemahnt, dass trotz der schönen Rendite, die die Schweizer Pensionskassen 2013 durchschnittlich erzielt hatten, weiterhin Vorsicht angebracht ist. Über die saftigen Erträge sollte sollte man sich freuen, schrieben wir damals, aber sie nicht als Grund nehmen, jetzt die Vorsicht und die langfristige Planung fallen zu lassen. Die nächste Wirtschaftskrise kommt bestimmt. Ebenso sei heute einmal daran erinnert, dass man nicht beides haben kann: einen hohen Umwandlungssatz und einen hohen Mindestzins. Da heute jede/r neue Rentenbezügerin/Rentenbezüger, gemessen an ihrer/seiner Lebenserwartung, im Durchschnitt 30’000 Franken zu wenig angespart hat, muss dieses Geld ja irgendwo herkommen.

Zur Zeit nimmt man es von den Beitragszahlern, indem man ihre Sparbeiträge weniger hoch verzinst, als man eigentlich könnte. Je höher also der Mindestzins, desto weniger bleibt für die Quersubventionierung der Rentner übrig. Dies wiederum liesse sich nur durch einen niedrigeren Umwandlungssatz ermöglichen. Der Schweizerische Arbeitgeberverband bezieht dazu in einer News auf seiner Website Stellung:

Die BVG-Kommission empfiehlt dem Bundesrat nach einer kontroversen Diskussion, den Mindestzinssatz für 2015 bei 1,75 Prozent zu belassen. Zu hoch, findet der Schweizerische Arbeitgeberverband und schlägt vor, den Satz bei 1,5 Prozent festzusetzen. Insbesondere die angespannte geopolitische Lage und die konjunkturellen Unsicherheiten – mit entsprechenden Auswirkungen auf die Finanzmärkte – erlauben für 2015 keinen höheren Satz.
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Altersvorsorge im internationalen Vergleich

Dass die Schweiz ein leistungsfähiges Altersvorsorgesystem hat, befanden alle teilnehmenden Experten einer Tagung an der Universität St.Gallen (HSG). Einig waren sich die namhaften Referentinnen und Referenten auch, dass dennoch Reformbedarf bei der Altersvorsorges besteht. Wie die Schweiz, stehen die Industrienationen den Herausforderungen eines zunehmenden Lebensalters der Versicherten und den Schwierigkeiten des Kapitalmarkts gegenüber. Wo befindet sich die Schweiz international gesehen? Ein Veranstaltungsbericht auf der Website des «Vorsorgeforum» – Portal zur 2. Säule.

Praktisch alle Industrienationen sehen sich mit den Herausforderungen der demografischen Alterung und einem anhaltenden Niedrigzinsumfeld konfrontiert. Beide Faktoren erschweren massiv die Finanzierbarkeit der Altersvorsorge. Wo steht die Schweiz im internationalen Vergleich? Was können wir aus den Erfahrungen anderer Länder lernen?

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Alterung der Bevölkerung – beunruhigte Pensionskassen (und beunruhigte Bevölkerung)

Eine aktuelle Umfrage der Credit Suisse kommt zum als sensationell zu bezeichnenden Ergebnis, dass 82 Prozent der Befragten der Meinung sind, dass angesichts der zunehmenden Lebenserwartung der Umwandlungssatz zu hoch sei. Dies nur etwa vier Jahre nachdem eine Senkung des Umwandlungssatzes nach einer sehr emotional geführten Abstimmungskampagne bachab geschickt worden war.
Wàhrend die Mehrheit der Befragten wegen der Demographie höhere Sparbeiträge erwartet, rechnet die Hälfte mit einem Leistungsabbau. Hinzu kommt eine sich zuspitzende Umverteilung zwischen Jung und Alt, da es in Zukunft immer mehr Rentner im Verhältnis zur arbeitenden Bevölkerung gibt. Allerdings sind die CS-Ökonomen optimistisch und errechneten, dass die Vorsorgegelder der Pensionskassen nicht schrumpfen werden. Ein Beitrag aus news.ch:

 

news.ch – Alterung der Bevölkerung – beunruhigte Pensionskassen – Gesellschaft, Finanzplatz, Arbeitsmarkt, Wirtschaft, Inland


82 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass angesichts der Alterung der Umwandlungssatz zu hoch sei. Dies verschärfe das Problem der Umverteilung zwischen den arbeitenden Menschen und den Rentnern weiter, wie aus der am Dienstag veröffentlichten Umfrage der CS bei 258 Pensionskassen ersichtlich wird. In einer Studie vor zwei Jahren schätzte die Grossbank die gesamte Umverteilung im Jahre 2010 auf 2,5 Mrd. Franken.


Höheres Rentenalter?

Neuere Daten habe man nicht berechnet, sagte CS-Ökonom Andreas Christen vor den Medien in Zürich. 63 Prozent der Befragten erwarten wegen der Demographie höhere Sparbeiträge, während 50 Prozent mit einem Leistungsabbau rechnen.

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Muss ich mein Guthaben in die neue PK einzahlen?

Die Sommerferien sind an vielen Orten vorbei. Manche wechseln jetzt vielleicht sogar den Arbeitgeber. Was ist in diesem Fall zu tun mit dem Pensionskassenguthaben? Mit dem Wechsel des Arbeitgebers verändert sich auch die berufliche Vorsorge. Ratgebertext aus der Neue Luzerner Zeitung.

Neue Luzerner Zeitung; 30.05.2014; Seite 30zzhp; Neue Zuger Zeitung Wetter; Ratgeber

Freizügigkeit · Ich habe meinen Arbeitgeber gewechselt und das Pensionskassenguthaben auf ein Freizügigkeitskonto überweisen lassen. Nun habe ich festgestellt, dass sich die Pensionskasse des neuen Arbeitgebers in einer Unterdeckung befindet. Muss ich mein früheres Pensionskassenguthaben in die neue Pensionskasse einbringen, oder kann ich es auf dem Freizügigkeitskonto stehen lassen?   P. O. in A.

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Altersvorsorge in der Schweiz: wie weiter? (6. Teil)

 

6. und letzter Teil: sungsmechanismen: Simulationen, Analysen

 

In unserer Serie mit dem «wirtschaftspolitischen Beitrag» der UBS, betitelt «Vorsorge in der Schweiz: wie weiter?», werden diesmal verschiedene Lösungsansätze aufgezeigt, um die drohende und höchstwahrscheinlich kommende Unterdeckung der Pensionskassen in den Griff zu bekommen. Im folgenden, letzten Kapitel, werden Massnahmen vorgestellt, deren Effektivität mittels quantitativer Simulationen untersucht wurden. Verschiedene Parameter («Stellschrauben») wurden dabei soweit verändert, dass für einen durchschnittlichen Versicherten die Ausgaben und Einkommen im Gleichgewicht sind. Bei den Untersuchungen der UBS zeigte sich, dass sich die Erhöhung des Rentenalters und die Herabsetzung des Umwandlungssatzes als die effektivsten Vorgehensweisen eignen. Wie auch immer, sind die Autoren des UBS-Artikels überzeugt, dass Reformen der Alters- und beruflichen Vorsorge dringend in die Hand zu nehmen sind.

Lesen Sie hier bitte weiter über Lösungsansätze und ihre Simulationen aus dem Originaltext des Artikels des «UBS Wirtschaftszirkels»:

 

Annahmen Basisszenario

In den nachfolgenden Simulationsanalysen für

die berufliche Vorsorge gehen wir von einem

Basisszenario aus. Dieses ist eine starke Vereinfachung

der Problematik und zeigt die Lösungsmechanismen

für einen einzelnen Versicherten

einer Pensionskasse. Von diesem Basisszenario

können nur bedingt Rückschlüsse

auf die Nachhaltigkeit einer Pensionskasse oder

sogar des gesamten Systems der beruflichen

Vorsorge gezogen werden. Unser Basisszenario

geht dabei von folgenden Annahmen aus:

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Wie sich das Volk um die eigene Rente bringt

Einen ungewöhnlichen Lösungsansatz zur Sicherung der Altersvorsorge stellten Studenten der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) an einem Podiumsgespräch zur Diskussion. AHV und die angesparten Pensionskassengelder könnten gestaffelt ausgezahlt werden. Erst nach Aufbrauchen des Pensionskassenkapitals wird eine AHV-Rente bezahlt. Die dritte Säule soll die Lücke zwischen BVG- und AHV-Rente abmildern. Die Diskussion zusammengefasst in der Basler Zeitung:

 

Basler Zeitung; 30.05.2014; Seite bazab4; Schweiz; Von Sebastian Dürst


Eine Runde diskutiert neue Wege in der Vorsorge


Basel. Wenn es um die Altersvorsorge geht, beisst sich die Politik in regelmässigen Abständen die Zähne am Volkswillen aus. Ende Mai
(d. Red.) organisierte die Ausgleichskasse Basel-Stadt darum ein Podiumsgespräch, an dem Studenten der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) ihren Lösungs­ansatz zur Sicherung der Altersvorsorge zur Diskussion stellten.

Fast schon flehend wirkte der Appell von Colette Nova, Vizedirektorin des Bundesamtes für Sozialversicherungen (BSV): «Wir müssen uns zusammenraufen. Was auch immer man tut, es muss vor dem Volk mehrheitsfähig sein.»

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Altersvorsorge in der Schweiz: wie weiter? (5. Teil)

5. Teil: Die weiteren Stellschrauben des BVG

In Fortsetzung des zuvor geposteten Beitrags aus unserer Serie um die schweizerische Alters- und berufliche Vorsorge und deren Reformöglichkeiten zeigen wir diesmal weitere «Stellschrauben». Laut der UBS-Veröffentlichung «Vorsorge in der Schweiz: wie weiter?» gibt es zweierlei Kenngrössen, welche die Situation von AHV und Pensionskassen beeinflussen beziehungsweise bestimmen.
«Stellschrauben» nennen die Autoren der UBS die Parameter, die sich von den politischen Instanzen steuern und verändern lassen. Eine andere Kenngrösse wird «exogene Treiber» genannt. Diese Faktoren liegen ausserhalb des direkten politischen Einflusses und sie werden daher von den UBS-Autoren in diesem Artikel auch nicht erläutert.

Lesen Sie nun bitte weiter im Kapitel „Reformansätze in der beruflichen Vorsorge“ des Originaltext des UBS-Artikels:

 

 


4. Verzinsung
Im System der beruflichen Vorsorge kommen
zwei verschiedene Zinsen zur Anwendung:
erstens der Mindestzins, der angibt, mit welchem
Zinssatz das Altersguthaben im betreffenden
Jahr bis zum Renteneintritt mindestens
verzinst werden muss. Dabei werden für die
Bestimmung des Zinssatzes die Erträge der
Bundesobligationen, aber auch die Entwicklung
der Renditen aus Aktien, Anleihen und
Liegenschaften berücksichtigt. Als Anhaltspunkt
wurde in den vergangenen Jahren die
Rendite aus dem gleitenden Durchschnitt der
siebenjährigen Bundesobligationen verwendet.
In den vergangenen zehn Jahren lag die durchschnittliche
Rendite aus den Anlagen auf den
Kapitalmärkten bei 1,4% (gem. Pictet BVG-25-
Index). Im aktuellen Tiefzinsumfeld mit geringen
Renditen aus Aktien-, Anleihen- und Immobilienanlagen
gehen wir nicht davon aus,
dass man in absehbarer Zukunft den Mindestzinssatz
über die aktuellen 1,5% anheben
kann. Die BVG-Kommission hat Anfang September
2012 dem Bundesrat vorgeschlagen,
den Mindestzinssatz auch im Jahr 2013 bei
1,5% zu belassen.

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