Posts tagged ‘Pensionskassen’

Berufliche Vorsorge macht Schweiz attraktiv

Ob Saisonkräfte im Tourismus oder Expats als Top-Manager multinationaler Unternehmen – es ist attraktiv, in der Schweiz zu arbeiten. Dafür sorgen viele Faktoren, vor allem aber die guten Löhne und die hervorragenden Sozialleistungen. Zu diesen zählt die berufliche Vorsorge, deren Attraktivität kürzlich von EY in einer Befragung getestet wurde:


Zürich – In einer Befragung von EY äussern 89 Prozent der Unternehmensvertreter, dass die berufliche Vorsorge dem Standort Schweiz zu Attraktivität verhilft. 80 Prozent sehen einen Vorteil für das eigene Unternehmen.

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Die politische Mitte stellt sich hinter Bersets Rentenreform

«Für die langfristige Sicherung der Schweizer Altersvorsorge brauche es einen cleveren Mix zwischen Mehreinnahmen und Sparmassnahmen», fasst die «Nordwestschweiz» die Haltung der GLP im Hinblick auf die kürzlich von Bundesrat Berset vorgestellte Rentenreform «AV 2020» zusammen. Der folgende Artikel aus der Aargauer Zeitung gibt auch eine Einschätzung der bald bevorstehenden Erörterungen des Reformpakets im Erstrat:

 Die politische Mitte stellt sich hinter Bersets Rentenreform – Schweiz – Solothurner Zeitung

GLP hat an ihrer gestrigen Fraktionssitzung die Stossrichtung der Altersvorsorge 2020 nach einer intensiven Diskussion «weitgehend» gutgeheissen. Dies zeigen Recherchen der «Nordwestschweiz». Nur in einem Punkt weicht die Mitte-Partei von Bersets Vorlage ab. So soll der Umwandlungssatz in der zweiten Säule entpolitisiert und künftig mit einer technischen Formel berechnet werden.


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Der Mut zum Risiko wird nicht immer belohnt

Mit den langfristigen Renditeerwartungen für Schweizer Pensionskassen auf dem Kapitalmarkt befasste sich eine Tagung der Beratungsgesellschaft PPCmetrics. Eine Zusammenfassung aus der Neue Zürcher Zeitung:

 

Finanzierung von Pensionskassen

 

eb. In den vergangenen Jahren haben die Schweizer Pensionskassen von hohen Aktienrenditen profitiert. Langfristig bleibt die Finanzierung der Kassen aber eine grosse Herausforderung, wie an einer Tagung der Beratungsgesellschaft PPCmetrics deutlich wurde.

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Altersvorsorge: Besser diese Reform als keine

Das Reformpaket Bersets für die Zukunft der Altersvorsorge wird natürlich allseits zerpflückt. Doch der Direktor am Institut für Versicherungswirtschaft der Universität St. Gallen plädiert: «Wir nehmen besser diese Reform als keine Reform.» Denn vor allem wegen der bereits prekären Lage der Pensionskassen müsse zuverlässig  etwas geschehen. Lesen Sie hier den Meinungsartikel aus dem St. Galler Tagblatt:

 

St. Galler Tagblatt; 25.11.2014 Seite 2hb St. Galler Tagblatt Thema PODIUM

Der Bundesrat hat am vergangenen Mittwoch die Botschaft zur Reform der Altersvorsorge vorgelegt. Von allen Seiten regt sich Widerstand. Politiker von links wie rechts und diverse Interessengruppen tragen ihre Argumente vor, warum dies keine gelungene Reform ist. Ich möchte hier die Gegenmeinung einnehmen. Denn wir nehmen besser diese Reform als keine Reform.
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Bersets Reformpaket findet im Volk eine Mehrheit

Die NZZ am Sonntag vom 23.11.2014 deckt auf: wer gegen die Reform ist, befindet sich im Abseits. Politiker, die so kurz vor den Wahlen Angst vor dieser Reform haben, könnten Mut zeigen und würden dabei noch Stimmen ernten: Laut einer repräsentativen Umfrage werden sogar unliebsame Massnahmen geschluckt.

Die Bevölkerung steht hinter den Plänen des Bundesrats. Selbst die Frauen stimmen einer Erhöhung ihres Rentenalters zu. Das besagt eine repräsentative Umfrage.

Kaum hat Bundesrat Alain Berset sein Reformpaket «Altersvorsorge 2020» diese Woche präsentiert, wird es von links und rechts zerzaust. Aus Sicht der Gewerkschaften und der Grünen kommt eine Erhöhung des Frauenrentenalters nicht infrage. Bürgerliche Parteien und Wirtschaftsverbände kritisieren die Erhöhung der Mehrwertsteuer und der Arbeitgeberbeiträge an die Pensionskasse. Sie wollen das Reformpaket aufteilen.

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Motion: Einheitssatz der Altersgutschriften

Im Juni dieses Jahres reichten Kathrin Bertschy von der Grünliberalen Partei (glp) sowie 18 Mitunterzeichnende im Nationalrat eine Motion ein, die den Bundesrat beauftragt, dem Parlament zwei Varianten einer BVG-Gesetzesrevision vorzulegen, welche die Altersgutschriften vereinheitlichen soll. Mehr dazu auf der Plattform Vorsorgeforum:


Eingereichter Text: Der Bundesrat wird beauftragt, dem Parlament zwei Varianten einer BVG-Gesetzesrevision vorzulegen, welche
a. einen Einheitssatz für die Altersgutschriften anstelle der bisherigen Abstufung nach Alterskategorien vorsieht (Art. 16 BVG) und
b. einen Einheitssatz bis zum 54. Lebensjahr und einen reduzierten Satz für ältere Erwerbstätige ab 55 vorsieht.


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Rettet Ständerat Rentenreform?

Morgen Mittwoch wird der Bundesrat seine Botschaft zur Reform der Altersvorsorge präsentieren. Die folgenden Artikel der letzten Tage helfen zu verstehen, worum es dabei geht. Sie sind so gut geschrieben, dass sich weitere Kommentare erübrigen. Machen Sie sich schlau!


Bote der Urschweiz; Neue Luzerner Zeitung; 14.11.2014 Seite 18 Inland
, Tobias Gafafer


Vorsorge Der Ständerat berät die Rentenreform zuerst. Bundesrat Alain Berset rechnet dadurch mit grösseren Chancen. Den taktisch wichtigen Entscheid fällten zwei Politiker.

Es ist die wichtigste innenpolitische Vorlage der kommenden Jahre. Am nächsten Mittwoch soll der Bundesrat die Botschaft zur grossen Rentenreform ans Parlament verabschieden. Bevor er sich damit befasst, ist hinter den Kulissen bereits ein intensives taktisches Seilziehen entbrannt. Politiker streiten sich, ob zuerst der Ständerat oder der Nationalrat die Vorlage behandeln soll. Sozialminister Alain Berset setzte sich dem Vernehmen nach persönlich für den Ständerat ein.

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«Bersets Paket macht Sinn»

Grundlegende Reformen um die Altersvorsorge an die veränderten demographischen und ökonomischen Herausforderungen anzupassen sind notwendig, sagt ein Professor der Universität St.Gallen (HSG). Im Interview mit dem St. Galler TagblattI äussert sich Walter Ackermann aber wenig optimistisch über ein baldiges Gelingen einer grossen Rentenreform. Er stellt fest: «Wegen der Zunahme der Lebenserwartung ist Rentenalter 67 mittelfristig zwingend.»


St. Galler Tagblatt; 12.11.2014 Seite 3hb St. Galler Tagblatt Thema
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ROLF APP

 

Milliardendefizite, Rentenalter 67 und Solidarität zwischen Arm und Reich: HSG-Professor Walter Ackermann zur Zukunft der Schweizer Altersvorsorge.

Schon in der Vernehmlassung sind die Vorschläge des Bundesrates zu einer Reform der Altersvorsorge von allen Seiten mit Kritik quittiert worden. Warum ist es so schwer, in der Altersvorsorge Mehrheiten zu finden, Herr Ackermann?

Walter Ackermann: Sozialpolitik ist in einer Demokratie eines der wichtigsten Instrumente zur politischen Machtsicherung. Alle Parteien schützen die Interessen der von ihnen vertretenen Wähler. Dies verhindert häufig zweckmässige Lösungen und führt zu einem Reformstau. Dabei liegen genügend Daten vor, die eine wirksamere und nachhaltigere Politik ermöglichen würden.

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Die finanzielle Lage der Pensionskassen hat sich verbessert

Zahlreiche Medien haben Anfang November berichtet, die finanzielle Lage der Pensionskassen habe sich verbessert. 

Die Unterdeckung der Vorsorgeeinrichtungen nahm im Jahr 2013 weiter ab, um rund 11 Prozent auf 33,8 Milliarden Franken. Das Gesamtvermögen belief sich auf 717,9 Milliarden Franken, knapp 7 Prozent mehr als im Vorjahr.

Insgesamt zählten die Vorsorgeeinrichtungen Ende 2013 3,9 Millionen aktive Versicherte, 2 Prozent mehr als im Vorjahr, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) gestern mitteilte. 664 430 Pensionierte bezogen eine Rente, 2,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Im Jahr 2013 wurden fast 20 Milliarden Franken Altersrenten ausbezahlt, 2,1 Prozent mehr als im Vorjahr.

Die Kapitalleistungen bei Pensionierung stagnierten erstmals bei 5,9 Milliarden Franken (minus 0,3 Prozent). Der Durchschnittswert des Kapitalbezugs nahm weiter ab, um 0,6 Prozent auf 170 200 Franken. Die gestern veröffentlichten Zahlen sind provisorisch.  (sda)

 

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Mit viel Extrageld aufgepeppt

Höhere Pensionskassen-Beiträge sollen es laut dem Reformvorschlag «Altersvorsorge 2020» ermöglichen, den Rentenumwandlungssatz doch noch zu senken. Der grösste Teil der Beschäftigten zahlt aber schon heute mehr in die Pensionskasse ein, als vom BVG vorgesehen ist. Nicht nur Pensionskassen grösserer Unternehmen und der öffentlichen Hand tun dies, sondern auch die meisten KMU gehen über das BVG-Obligatorium hinaus, so zeigt eine Untersuchung des Beratungsunternehmens Ernst & Young. Der Bericht aus der Zeitung Finanz und Wirtschaft:

 

Finanz und Wirtschaft; 01.11.2014; Seite 17; Unternehmen; Thomas Hengartner


Höhere Sparbeiträge sollen die berufliche Vorsorge sanieren. Die Beschäftigten zahlen meist heute schon mehr als verlangt.


Für die berufliche Vorsorge sollen Beschäftigte und Arbeitgeber jährlich zusätzliches Geld einzahlen. Damit will der bundesrätliche Reformvorschlag «Altersvorsorge 2020» die Voraussetzung schaffen, den gesetzlich festgeschriebenen Rentenumwandlungssatz trotz der 2010 verlorenen Volksabstimmung doch zu senken. Die meisten Beschäftigten zahlen jedoch bereits heute mehr in ihre Pensionskasse, als vom Vorsorgegesetz BVG verlangt wird. Oft bleibt unerkannt, dass die vom Arbeitgeber mitgetragene ergänzende Vorsorgefinanzierung eine wesentliche Salärkomponente ist.

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