Posts tagged ‘Pensionskassen’

Pensions-kassen-Sturz

Eine gute Performance konnten Vorsorgeeinrichtungen im ersten Quartal des laufenden Jahres hinlegen. Doch der nachfolgende Artikel aus der Finanz und Wirtschaft zeigt – im Gegensatz zu anderen Medienberichten – auf, dass das Plus trügerisch ist, weil es auf Obligationengewinne zurückzuführen ist, die aufgrund ihrer Natur nicht von Dauer sein können.

 

Finanz und Wirtschaft; 12.04.2014 Seite 17 Unternehmen


Im ersten Quartal haben die Vorsorgeeinrichtungen wieder tüchtig Performance gemacht. Der Credit-Suisse-Pensionskassenindex zeigt ein Plus von 1,76%. Er beruht auf den vor Vermögensverwaltungskosten gerechneten Anlagerenditen der Vorsorgeeinrichtungen, deren Vermögenswerte von der Grossbank verwahrt werden (Global Custody).


Der Pictet-BVG-Index 25 plus, der die Entwicklung eines typischen Kassenwertschriftenvermögens mit 25%-Aktienanteil misst, hat von Januar bis März 2,2% gewonnen. Gleich beide in den Kassenvermögen dominierenden Wertschriftenkategorien zeigen einen Kursfortschritt. Schweizer Aktien haben gemessen am SMI (Swiss Market Index) dieses Jahr knapp 3% zugelegt – die von den Unternehmen bereits abgeworfenen Dividenden nicht eingerechnet. Der Preisindex zehnjähriger Schweizer Bundesanleihen zeigt mit plus 3% im gleichen Ausmass nach oben.

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Vorsorge: Ruhestand in Ruhe planen

Wer seine Finanzen für die Zeit nach der Pensionierung in Griff haben möchte, sollte nicht zu spät damit beginnen, sie frühzeitig zu ordnen. Wie steht’s um einen Kapitalbezug aus der Pensionskasse? Klappt vielleicht gar die Frühpensionierung? Doch die ist teurer, als man oft meint. Sinnvoll ist daher auf alle Fälle ein Finanzplan, sagt ein Finanzexperte in diesem Ratgebertext aus dem Beobachter:

 

Das Leben nach der Pensionierung konzipiert man am besten zehn Jahre im Voraus. Ein professioneller Finanzplan hilft dabei.

Es lohnt sich, sich einen Plan für die Jahre nach der Pensionierung zurechtzulegen. «Im Idealfall tut man das im Alter zwischen 50 und 55 Jahren. Dann bleibt noch Zeit, um allfällige Massnahmen zu ergreifen», sagt Finanzplanungsexperte Iwan Brot aus Dietikon ZH. Sein Tipp: sich mit einem professionellen Finanzplan eine Gesamtschau über seine Situation verschaffen.

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Die beste Altersvorsorge für Selbstständige

Wissenswertes zum Thema Altersvorsorge für Selbständige.  Wo und wie viel kann einbezahlt werden? Je höher das ausgezahlte Gehalt ist, desto interessanter wird auch für den Selbständigen eine Pensionskassen-Lösung. Ein Ratgebertext aus der Basler Zeitung:


Basler Zeitung; 27.03.2014; Seite bazab41; Wirtschaft; Finanzratgeber; Von Oliver Cazzonelli


Je höher der Lohn, desto attraktiver eine PK-Lösung

Selbstständige können wählen, ob sie mit oder ohne Pensionskasse für ihr Alter vorsorgen wollen. Wenn sie sich keiner Pensionskasse anschliessen, dürfen sie jedes Jahr bis zu 20 Prozent ihres Nettoeinkommens in die Säule 3a einzahlen, jedoch maximal 33 696 Franken pro Jahr.

Auch Selbstständige, die in einer Pensionskasse versichert sind, können in die Säule 3a einzahlen. Die Beiträge sind in diesem Fall auf 6739 Franken pro Jahr beschränkt. Selbstständige können sich der Pensionskasse ihrer Angestellten, jener ihres Berufsverbands oder der BVG-Auffangeinrichtung anschliessen. Die Auffangeinrichtung ist in der Regel die unattraktivste Option, weil sich hier nur das gesetzliche Minimum versichern lässt und die Kosten am höchsten sind.

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«Legen Sie zusätzlich Geld fürs Alter auf die Seite»

Ein informativer, leicht gekürzter Ratgeberbeitrag aus der Zeitschrift Schweizer Familie, der viele wichtige Fragen zum Thema Altersversorgung und berufliche Vorsorge thematisiert. Aus einem fiktiven Interview:

 

Schweizer Familie; 13.03.2014; Ausgaben-Nr. 11 Seite 24; Schöner Leben; Text Markus Schmid


Je früher, desto besser lautet die Devise für die Altersvorsorge. Eine junge, fiktive Mutter stellt dem Finanzexperten Karl Flubacher vom Vermögenszentrum VZ viele Fragen. Und bekommt noch mehr Ratschläge.


Herr Flubacher, ich bin 37 Jahre alt, verheiratet und Mutter von zwei Kindern. Zurzeit bin ich nicht berufstätig und kümmere mich um meinen Nachwuchs. Wann sollte ich mit der Altersvorsorge beginnen?


Möglichst frühzeitig. Damit meine ich nicht nur, dass man bereits früh mit dem Sparen für die Rente beginnen soll. Man sollte sich vor allem einen Überblick über die Leistungen aus AHV und Pensionskasse verschaffen, um abschätzen zu können, inwieweit sie im Alter zur Deckung der Bedürfnisse ausreichen.

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Pensionskasse: Für Sonnenkollektoren ist Vorbezug möglich

 

Die Aargauer Zeitung berichtet über Erläuterungen des Bundesamts für Sozialversicherungen, veröffentlicht in seinen «Mitteilungen über die berufliche Vorsorge», dass unter bestimmten Umständen Pensionskassengeld teilweise oder ganz vorbezogen werden kann, um es in das Wohneigentum zu investieren. Hier der Artikel:

 

 

Aargauer Zeitung / MLZ; 08.03.2014 Seite 12 Wirtschaft

 

Finanzierung eines Schwimmbads mit Pensionskassengeld liegt hingegen nicht drin

 

Roland Burger

 

«Eine Wärmenpumpenheizung mit Erdsonde darf mit einem Vorbezug aus der Pensionskasse finanziert werden», schreibt das Bundesamt für Sozialversicherung in den unlängst erschienenen «Mitteilungen über die berufliche Vorsorge Nr. 135» (www.bsv.admin.ch ). Im zu beurteilenden Fall wird damit eine Gasheizung ersetzt. Hauptgründe für die Bejahung der Anfrage: Der Wert des Wohneigentums wird erhöht, und der Eigentümer spart Energiekosten.

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Harvards Lehren für Pensionskassen

Sollten sich Schweizer Pensionskassen an den innovativen Anlagestrategien berühmter amerikanischer Endowment-Funds wie Harvard und Yale orientieren, die hohe Renditen erwirtschaften? Allerdings müssen sich die Ergebnisse Schweizer Pensionskassen diesen gegenüber nicht verstecken. Ein vergleichender Überblick aus der Neue Zürcher Zeitung:

Neue Zürcher Zeitung; 06.03.2014; Ausgaben-Nr. 54 Seite 35; Börsen und Märkte (bm)

Vorsorgeeinrichtungen schneiden gut ab

Von D. Liechti, A. Reichlin und P. Rohner

Die Fonds von US-Eliteuniversitäten wie Harvard oder Yale sind bekannt für innovative Anlagestrategien. Schweizer Pensionskassen schneiden ihnen gegenüber aber recht gut ab.

Die hohe Rendite berühmter amerikanischer Endowment-Funds wie Harvard und Yale wirft regelmässig die Frage auf, ob Schweizer Pensionskassen sich an diesen orientieren sollten. Ein Endowment-Fund ist ein Investitionsfonds, der von einer Institution wie einer Universität, einer gemeinnützigen Organisation oder einem Spital ins Leben gerufen wurde. Geäufnet wird er durch Beiträge von Spendern, die vom Fonds keinen materiellen Gegenwert erwarten. Die laufenden Ausgaben des Fonds werden über Anlageerträge finanziert. Ein Teil der Ausgaben ist nicht garantiert und zeitlich flexibel gestaltbar. So können beispielsweise geplante Investitionen wie der Bau eines neuen Universitätsgebäudes zeitlich verschoben werden.

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Berufliche Vorsorge: Kriterien für die Zulassung von unabhängigen Vermögensverwaltern

In einer Medienmitteilung veröffentlichte Erläuterungen der Oberaufsichtskommission Berufliche Vorsorge (OAK BVB) zur Zulassung von unabhängigen Vermögensverwaltern: 

Medienmitteilung
Oberaufsichtskommission Berufliche Vorsorge OAK BV 

Seit dem 1. Januar 2014 dürfen mit der Verwaltung von Vermögen der beruflichen Vorsorge nur noch Personen und Institutionen betraut werden, die einer Finanzmarktaufsicht unterstehen. Daneben kann die Oberaufsichtskommission Berufliche Vorsorge (OAK BV) weiteren Personen und Institutionen eine Zulassung erteilen. Dies betrifft insbesondere unabhängige Vermögensverwalter, die nicht von der Finanzmarktaufsicht (FINMA) beaufsichtigt werden. Im nun definitiv geregelten Zulassungsverfahren nimmt die OAK BV eine Gewährsprüfung vor; eine laufende Aufsicht ist aber nicht vorgesehen.

 

Bern, 20. Februar 2014. Am 1. Januar 2014 ist Artikel 48f der Verordnung über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVV 2) in Kraft getreten. Dieser Artikel zählt abschliessend diejenigen Personen und Institutionen auf, welche mit der Verwaltung von Vorsorgevermögen betraut werden dürfen. Darunter fallen neben den registrierten Vorsorgeeinrichtungen und den Anlagestiftun-gen insbesondere Anbieter, welche einer spezialgesetzlichen Finanzmarktaufsicht unterstellt sind.

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Streit um Zahlen zur Rentenreform

 

In einem Artikel aus der «Schweiz am Sonntag» wird über einen schwelenden Streit zwischen dem Schweizerischen Gewerbeverband (SGV) und dem Bundesamt für Sozialversicherung (BSV) berichtet. Es geht um die Rentenreform, gegen die sich der Gewerbeverband weiterhin stark macht. Sie müsse überarbeitet werden, heisst es.

Ein merkwürdiges Spiel, dass der Gewerbeverband spielt, finden wir. Indem der SGV schon jetzt, bevor die Verhandlungen überhaupt beginnen, eine Überarbeitung der Reform fordert, gefährdet er diese grundsätzlich. Und er beschwört das Risiko herauf, dass sie scheitert und es eine schädliche Verzögerung von vielen Jahren gibt, die wir uns nicht leisten können. Denn je später die Reform greift, desto einschneidender müssen die Korrekturmassnahmen sein.

Hier der Originaltext:

 

Schweiz am Sonntag / MLZ; 23.02.2014 Seite 24 Wirtschaft

 

Gewerbedirektor Hans-Ulrich Bigler wirft dem Bundesamt für Sozialversicherung Desinformation bei dessen Szenarien vor

 

Michael Heim

Der Schweizerische Gewerbeverband (SGV) drückt sein Unbehagen klar und deutlich aus. Gewerbedirektor Hans-Ulrich Bigler wirft dem Bundesamt für Sozialversicherung (BSV) «gezielte Desinformation» vor. Das Amt werbe mit unvollständigen Statistiken für seine Rentenreform «Altersvorsorge 2020». Und zwar im Bericht, den das Amt diese Woche publizierte, bisher aber kaum beachtet wurde.

Das BSV beschreibt anhand konkreter Szenarien, wie sich die Rentenreform auf die Bevölkerung auswirkt: von der alleinerziehenden Mutter mit 4000 Franken Monatslohn bis zum 18 000-Franken-Doppelverdienerpärchen. Das BSV zeigt nicht nur, wie stark die Kosten für die Finanzierung der Renten steigen, sondern auch, was das für die Leistungen bedeutet, die dereinst bezahlt werden. So geht daraus hervor, dass am Beispiel der alleinerziehenden Mutter jährlich zusätzliche Kosten von 1260 Franken anfallen. Dafür erhalte diese später eine um jährlich 4524 Franken höhere Altersrente als ohne Reform.

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PK: Rente oder Kapital nehmen oder aufteilen?

Zum Thema Pensionskassenbezug ein Ratgeber-Artikel aus der SonntagsZeitung. PK auszahlen, splitten oder Rente nehmen? Eine schwierige Entscheidung …

Lesen Sie weiter im folgenden Text:

 

SonntagsZeitung; 16.02.2014; Seite 49; Wirtschaft

 

Mit einem Splitting können beim Pensionskassenbezug Sicherheit und Flexibilität kombiniert werden

 

Im nächsten Jahr werde ich im Alter von 64 Jahren pensioniert. Ich besitze eine Eigentumswohnung. Die Hypothekenbelastung liegt bei 320 000 Franken. Aus der 3. Säule werde ich 50 000 Franken amortisieren. Neben der Pensionskasse und der AHV habe ich ein Freizügigkeitskonto mit 100 000 Franken. Ich kann mich nicht entscheiden, was ich machen soll: PK auszahlen, splitten oder Rente nehmen? D. E.

 

Für viele ist diese Frage, die folgenschwerste Finanzentscheidung ihres Lebens. Am ehesten vergleichbar mit dem Kauf eines Hauses oder einer Eigentumswohnung mit Hypothek in jüngeren Jahren. In beiden Fällen geht es um sehr viel Geld. Und in beiden Fällen kann Ihnen niemand die Entscheidung abnehmen. Um zu einem Urteil zu gelangen, sollten Sie sich die Frage stellen: Ist es für Sie wichtig, dass Sie auch nach der Pensionierung über die AHV hinaus jeden Monat genau berechenbar einen Geldbetrag ausbezahlt bekommen? Oder können Sie damit leben, dass Sie mit dem bezogenen Kapital nicht immer gleich viel Rendite erwirtschaften, dieses abnimmt und Sie nicht garantiert Einkünfte daraus erzielen?

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Darf die PK von sich aus meine künftige Rente kürzen?

Wissenswertes zum Thema Höhe des Umwandlungssatzes. Ein Ratgeberbeitrag aus der «Neue Luzerner Zeitung»:

Neue Luzerner Zeitung; 07.02.2014; Seite 28zzhp; Neue Zuger Zeitung Wetter; Ratgeber; T. Z. in O.

Rente · Auf meinem neuen Vorsorgeausweis der Pensionskasse steht, dass meine Rente neu einst mit einem Umwandlungssatz von 6,4 Prozent berechnet werde. Ich habe bisher geglaubt, dass der gesetzliche Umwandlungssatz 2014 bei 6,8 Prozent liegt? Darf meine PK einen tieferen Satz anwenden und so meine Rente kürzen?

Der gesetzliche Umwandlungssatz ist in Art. 14 Abs. 2 BVG geregelt und beträgt (ab 2014) für Männer und Frauen einheitlich 6,8 Prozent. Ein Altersguthaben im Alter 65 von 100 000 Franken ergibt demnach eine jährliche Altersrente von 6800 Franken. Doch diese gesetzlich vorgeschriebenen 6,8 Prozent gelten nur für den obligatorischen Teil des Altersguthabens. Dieses wird auf der Basis des versicherten Jahreslohnes (24 570 bis 84 240 Franken) gebildet.

Der ursprünglich geltende Umwandlungssatz von 7,2 Prozent wird seit der ersten BVG-Revision (2006) stufenweise gesenkt und macht für 2012 noch 6,9 Prozent aus.

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